Streuobst- und Wildblumenwiesen

Die BUND-Ortsgruppe Malente betreut zurzeit zwei Streuobstwiesen. Die erste Wiese wurde im Jahre 2004/05 mit einer Größe von 0,8 ha in der Ortschaft Neversfelde errichtet. Sie beherbergt 64 alte Apfelbaumsorten, aber auch einige Birnen und Pflaumen. Die Wiese war in Bad Malente ein so großer Erfolg, dass im Jahre 2009 eine weitere, 1,3 ha große Wiese auf einem brachliegenden Gelände des Wasser- und Bodenverbandes Ostholstein in der Malenter Au mit 140 verschiedenen Obstbäumen (Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Quitten) angelegt wurde. Auch hier wurden alte und seltene Obstbaumsorten ausgewählt. Finanziert wurden die Bäume durch Baumpatenschaften von Einzelpersonen und Firmen.

Schafbeweidung auf der Streuobstwiese
Vorbereitung des Bodens für die Wildkräuter

Zur Bestäubung der Bäume stationiert ein lokaler Imker jedes Jahr mehrere Bienenvölker auf den Streuobstwiesen. Auch ein großes Insektenhotel wurde gespendet, das gut von den Tieren angenommen worden ist. Nistkästen für Vögel wurden ebenfalls errichtet.

Auf beiden Wiesen sorgen abwechselnd einige Schafe der Rassen Bentheimer Landschaf, Rauwolliges Pommersches Landschaf und Coburger Fuchsschaf für die nötige Pflege der Flächen.

Seit 2012 steht auf der Streuobstwiese an den Auewiesen auch noch ein 7,5 m hohes Storchennest mit einem 1,7 m breiten Metallkorb, der aus einem alten Wagenrad gebaut und mit Weiden und Moos ausgekleidet wurde. Der Mast besteht aus Beton von einer alten Stromleitung in der Nähe. Bisher hat dort jedoch leider noch kein Storchenpaar genistet.

Errichtung des Storchennests
Fledermausburg auf der Wildblumenwiese

Im Jahre 2013 wurde mit dem Projekt Wildblumenwiese begonnen, um die Vielfalt an Wildbienen und anderen Insekten zu fördern. Auf einem Teilstück der Streuobstwiese in den Malenter Auewiesen wurden ca. 1000 qm umgepflügt und für die Aussaat vorbereitet. In der ersten Maiwoche erfolgte dann die Aussaat der speziell für den norddeutschen kargen Boden ausgesuchten 40 verschiedenen Wildkräuter- und Wildblumensamen wie Wiesensalbei, Staudenlein, Kartäusernelke und Knautie. Auf diese Weise soll das Nektarangebot für Wild- und Honigbienen vergrößert werden. Außerdem wird durch den Samen der Pflanzen in den nächsten Jahren die Qualität der Wildblumenwiese weiter verbessert.

Auf dieser Wildblumenwiese wurden 2014 zwei große Fledermausburgen aufgestellt.

Um das Malenter "Naturparadies" zu erweitern, soll im Feuchtgebiet Malenter Au gegenüber der Streuobstwiese ein Amphibientümpel angelegt werden, in dem sich Molche, Kröten und Frösche ansiedeln können. Die Genehmigung der Behörden liegt seit zwei Jahren vor. Leider gibt es noch Gegenstimmen aus einer Behörde. Das Vorhaben wird jedoch hoffentlich bald umgesetzt werden können.



Kontakt zur Kreisgruppe

bund.ostholstein@bund.net

Der BUND mischt sich ein

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