Der BUND in Ostholstein fährt Rad - Und beteiligt sich damit aktiv am Stadtradeln, der größten internationalen Radkampagne für den Klimaschutz

Im Aktionszeitraum vom 01. bis 21. September 2019 werden Fahrradkilometer gesammelt.

Neben dem Spaß  am und beim Fahrradfahren sowie tollen Preisen geht es vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Warum das Ganze? Ich fahre doch sowieso schon mit dem Rad.

Ziel der jährlich wiederkehrenden Kampagne vom Klima-Bündnis ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune zu setzen – und letztlich Spaß beim Fahrradfahren zu haben! KommunalpolitikerInnen als die lokalen EntscheiderInnen in Sachen Radverkehr können „erfahren“, was es bedeutet, in der eigenen Kommune mit dem Rad unterwegs zu sein und dann Verbesserungsmaßnahmen anstoßen bzw. umsetzen.

Wie kann ich mitmachen?

Man muss sich unter www.stadtradeln.de zunächst registrieren: Bundesland und Kommune, dann das BUND-Team auswählen oder ein eigenes BUND-Team gründen. Losradeln, Kilometer erfassen und auf der Internetseite eintragen. Fertig. Oder die App dazu runterladen.

Wer steckt dahinter?

Die Kampagne wird seit 12 Jahren vom Klimabündnis durchgeführt.

Radverkehrsanteil steigern

Achtzig Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen ein Fahrrad, trotzdem liegt der Anteil aller Wege, die in Deutschland geradelt werden, durchschnittlich bei nur 10 % (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 2014).

Kohlendioxid-Emissionen vermeiden

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr. Ein Viertel dieser CO2-Emissionen verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Ziele der Kampagne STADTRADELN sind daher die Aktivierung von Kommunen, insbesondere sollen KommunalpolitikerInnen für die Belange des Radverkehrs gewonnen werden. Stadt- und GemeinderätInnen, Stadtverordnete und GemeindevertreterInnen etc. stellen die Weichen für die Radverkehrsförderung und -planung in Kommunen und sind Vorbilder, wenn sie sich selbst in den Sattel schwingen. Für Nicht-AlltagsradlerInnen bietet das STADTRADELN die Möglichkeit, im Wettbewerb die eigene Kommune aus der Lenker-Perspektive zu erleben und die Vorteile des Radfahrens im Alltag zu entdecken.

7. September 2019: Mit dem Rad zum Hof Hollergraben

 

Im Rahmen der Stadtradeln-Kampagne in Ostholstein ging es am 7. September mit dem Fahrrad zum Hof Hollergraben.

Knapp 20 Interessierte sind dem Aufruf gefolgt, gemeinsam für den Klimaschutz in die Pedale zu treten. Bei schönstem Radfahrwetter haben sich Akteure aus Eutin und Neustadt auf den Weg gemacht, zu dem Vorzeigehof inmitten der Holsteinischen Schweiz. Der Hof Hollergraben (Anschrift: Hollergraben 4, 23744 Schönwalde), ist ein kleinbäuerlicher Betrieb, der auf Grundlage der Solidarischen Landwirtschaft nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes bewirtschaftet wird.

Nach einem leckeren Imbiss gab es umfangreiche Informationen über die bio-dynamische Bewirtschaftung unter Berücksichtigung  größtmöglicher Vielfalt: Durch eine extensive Nutzung des Bodens, der Pflanzen und der Tiere bleiben Lebensräume für Vögel, Kleinsäuger und Insekten erhalten und somit die Natur geachtet und geschützt.