Frühlingsfest auf der Streuobstwiese

Auch in diesem Jahr wird die BUND-Ortsgruppe Malente auf der Streuobstwiese "Malenter Au" ihr alljährliches Frühlingsfest feiern. Alle Mitglieder und Förderer aber auch Eltern mit Kindern und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Veranstaltung am Sonnabend, dem 25. Mai 2019 in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr zu besuchen.

Bei Kaffee und Kuchen sowie kalten Getränken will die Ortsgruppe mit den Gästen feiern und sie über derzeitige und geplante Umwelt-Projekte in und um Malente informieren. Bereits im Jahr 2013 hat die Ortsgruppe - als Hilfe für Wild- und Honigbienen, Schmetterlinge und andere Insekten - eine Wildblumenwiese angelegt, auf der sich zahllose Wildblumen, wie Wiesensalbei, Wiesenflocken- und Knäuelglockenblumen kräftig vermehrt haben. Die Fläche für die Wildblumen wurde inzwischen nochmals erweitert. Gerade fertiggestellt wurde zudem ein neuer Lebensraum für Sandbienen und Eidechsen. Klaus-Peter Nissen, der Imker, dessen Bienenstöcke sich ebenfalls auf der Wildblumenwiese befinden, wird ebenso über seine Arbeit berichten, wie die Fledermausexperten Thomas und Susanne Juhnke, die einige Exponate verschiedener Fledermausarten dabei haben werden. Außerdem werden Nicole und Frank Frohberg vom Frohberghof in Eutin moderne Hühnerhaltung  in Hühnermobilen vorstellen.
 
Unterstützt wird der BUND von Mitgliedern des Ortsjugendwerks der AWO Malente, die für die jüngeren Besucher Mitmachspiele anbieten werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, als aktivem Beitrag zum Umweltschutz, Nistkästen und Mini-Insektenhotels zu basteln. Parkmöglichkeiten stehen am Parkplatz bei der Gemeinschaftsschule „An den Auewiesen“ zur Verfügung. Von dort beginnt der ausgeschilderte Weg hinter dem Bolzplatz zu unserer Streuobstwiese.
 
Die Ortsgruppe Malente des BUND freut sich auf Ihren Besuch!
 
 

Neuer Lebensraum für Sandbienen und Eidechsen

Auf der Streuobstwiese in den Malenter Auewiesen wurde in den letzten Wochen neuer Lebensraum für Sandbienen und Eidechsen geschaffen. Mehrere Mitglieder der Ortsgruppe haben dafür einen Teil eines Grashügels abgetragen und dann mit Sand aufgefüllt. So entstand ein neuer Nistplatz für Sandbienen. Diese nisten direkt im Boden. Sandbienen treten hierzulande in mehr als 150 verschiedenen Arten auf. Anders als Honigbienen reagieren sie auf Bedrohungen nicht mit Aggression. Sie bestäuben Pflanzen und leisten somit einen wichtigen Beitrag in der Landwirtschaft und in Gärten. Im Gegensatz zu Honigbienen sind Sandbienen Einzelgänger, die nicht als Bienenvolk zusammenleben. Jede Sandbiene baut sich ihr eigenes Nest, in dem sie ihre Eier ablegt. Dies erfolgt zweimal während der warmen Jahreszeit, je nach Witterung Ende März oder Anfang April sowie im Juli. Die aus der zweiten Brut herangewachsenen Bienen überwintern in der Erde.  

An dem kleinen Sandhügel wurde von den BUND-Mitgliedern zusätzlich ein größerer Steinhaufen errichtet. Er soll Eidechsen als Schutzraum und Sonnenplatz dienen. Die Zauneidechse  ist die am weitesten verbreitete und noch häufigste Eidechsenart nördlich der Alpen. Sie ist in besonderem Maße von der Intensivierung der Landwirtschaft und der fortschreitenden Zersiedelung betroffen. In der intensiv genutzten Landschaft sind strukturreiche Lebensräume, die den wärmebedürftigen Reptilien Sonnenplätze und Verstecke vor Beutegreifern bieten, jedoch selten geworden. Zauneidechsen schätzen eine hohe, aber lückige Vegetation mit offenen Stellen zum Sonnen und möglichst in der Nähe liegenden Versteckmöglichkeiten wie Gestrüpp, wohin sie sich bei Gefahr schnell zurückziehen können. Zudem müssen geeignete Eiablageplätze, vorzugsweise auf sandigem Boden mit gut besonnten Stellen, in erreichbarer Nähe sein, damit eine Population von Zauneidechsen längerfristig überleben kann. Letzteres ist deshalb unabdingbar, weil die Zauneidechse ihre Eier im Sand eingräbt und von der Sonne.

Die BUND-Gruppe Malente fordert Gartenbesitzer auf, diese naturnah anzulegen und in den Gärten auch entsprechende sandige Nistplätze und kleinere oder größere Steinhaufen einzurichten.   
 

Groß und Klein basteln Wohnraum für bedrohte Insekten

Am 23. Februar 2019 sind große und kleine Naturschützer der Einladung zu einem Bastelworkshop gefolgt. Unter dem Motto „Wir basteln ein MiniInsektenhotel" haben sich etwa 30 Naturfreunde im Gemeindesaal der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Malente getroffen.

Mit großem Eifer und voller Konzentration wurden unter Anleitung von Mitgliedern der BUND-Ortsgruppe und zwei Vertreterinnen der AWO-Jugendgruppe Malente vorgefertigte Schilfabschnitte in gebrauchte Konservendosen abgepackt,  geleimt und Dächer fest geschraubt. Dann gab es noch die eine oder andere Verzierung und das Insektenhotel war fertig. Selbstverständlich konnten alle Beteiligten ihre selbstgefertigten Mini-Insektenhotels mit nach Hause nehmen. Am Ende waren sich alle einig: Das hat Spaß gemacht und war gleichzeitig ein sinnvoller Beitrag zum Naturschutz. Weitere Mitmachaktionen des BUND sind in Planung!  

Die Ortsgruppe Malente

Filmvorführung „A Plastic Ocean“ im Binchen, Eutin

Am 1. und 9. März 2019 zeigte der BUND in Eutin und Malente den aufrüttelnden Dokumentarfilm „Plastic Ocean“ von Craig Leeson.  Die einführenden Worte sprachen Dr. Dietmar Bethge (Ortsgruppe Malenteund Anja Jacobsen (BUND Eutin).  Der Film zeigt in dramatischen Bildern die zerstörerischen Auswirkungen von Plastik in den Weltmeeren auf die Lebewesen und letztlich auf den den Menschen. Die Vorführung stieß auf reges Interesse und rief eine große Betroffenheit bei den zahlreichen Besuchern hervor.

Ortsgruppe Malente schafft neue Blumenwiese

Die Ortsgruppe Malente hat vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (LDV) eine Saatgut-Spende für eine Blumenwiese von 1500 qm Fläche erhalten. Dieser neue Lebensraum soll auf dem Obstwiesen-Gelände in der Malenter Au entstehen.

Die spezielle Saatgut-Mischung für den kargen Boden des Norddeutschen Tieflandes wurde jüngst auf der vorbereiteten Fläche ausgebracht und angewalzt. Da es sich um Kaltkeimer handelt, werden die Keimlinge bereits im nächsten Jahr zu sehen sein. 

Durch dieses Projekt soll ein weiterer Beitrag zur Hilfe  für bedrohte Insekten aller Art geleistet werden. Die Zunahme der Insektenpopulation bedeutet gleichzeitig ein größeres Futterangebot für die Vögel samt Nachwuchs sowie für Fledermäuse.

In diesem Zusammenhang weist die Ortsgruppe die Hundebesitzer darauf hin, dass die Obstwiese in der Malenter Au nicht betreten und nicht als Auslaufwiese für Hunde genutzt werden darf.

Die Ortsgruppe möchte auch Gartenbesitzer animieren, Teile Ihres Gartens naturnah zu gestalten. Zum Beispiel durch die Aussaat von Wildblumen als Bienenweide oder der Anbringung von Nist- und Fledermauskästen sowie Insektenhotels. Für Fragen oder Hilfestellung wenden Sie sich gerne an den BUND in Malente.

Radeln für den Klimaschutz

Der BUND Malente beteiligte sich an der Kampagne „Stadtradeln“ vom Klima-Bündnis und hat zu einer besonderen Radtour eingeladen. Am 9. September ging es um den Dieksee.

In dem 3 wöchigen Aktionszeitraum vom 2. bis zum 22. September konnte sich jedermann/jederfrau dem Fahrradteam "BUND Malente" anschließen, Fahrradkilometer sammeln und CO2 einsparen.

Dazu der Ortsgruppensprecher Dr. Dietmar Bethge: "Gemeinsam wollen wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune setzen!" 

Der Spaß beim Radfahren soll dabei natürlich im Vordergrund stehen.

Mehr zur Stadtradeln-Kampagne und dazu, wie Sie sich beteiligen können (2019 geht es weiter!), erfahren sie hier >>



Rückblick der Ortsgruppe

Die Projekte des BUND Malente lassen sich sehen! Ende 2014 blicken die Aktiven hier auf die vergangenen Erfolge zurück.

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