12. Dezember 2013

Die Weihnachtsgans Auguste: ein Umwelthaus-Märchen

Anke, Klaus, Katharina und Angelika vom Umwelthaus-Team drücken die gerupfte Weihnachtsgans Auguste

Sturmtief "Xaver" machte uns am 5. Dezember einen gehörigen Strich durch die Rechnung: Nicht nur unsere von langer Hand geplante Umwelthaus-Weihnachtsfeier mit selbstgebackenen Kuchen und Plätzchen, sondern auch unser mit Hingabe vorbereitetes Schauspiel-Debüt wurde ordentlich vermasselt – beide Termine mussten abgesagt werden. Zumindest letzterer konnte dann aber doch noch nachgeholt werden: Am 10. Dezember führten Katharina, Anke und Klaus eine ureigene Produktion von "Die Weihnachtsgans Auguste" am Kremper Tor auf! Anlass war die Öfffnung eines weiteren "Türchens" des Riesen-Adventskalenders in Neustadt. Wir stellten als Geschichtenerzähler sowie alte, zünftig gekleidete, schwäbelnde und berlinernde Damen dar, wie unser Weihnachtsbraten-Appetit in gänsliche Nächstenliebe umartet... Unsere Weihnachtsgans Auguste war ein von Katharina entworfenes und gebasteltes Prachtstück, das dank Klaus' Gansgeschnatter-Einspielungen fast lebendig wirkte. Wir hatten großen Spaß bei den Proben und der Aufführung und hoffen, dass die Geschichte auch dem Publikum gefallen hat! Beim nächsten Mal, in unstürmischeren Zeiten, sind dann hoffentlich alle vom Umwelthaus-Team wieder mit dabei! Wir wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit – während wir weiterhin am Strickpullover für Auguste werkeln!

2. Oktober 2013

Sechs volle Müllsäcke auf neun Kilometern Strandabschnitt

Auf rege Teilnahme stoß am Samstag die Müllsammelaktion am Strand vorm Umwelthaus © Der Reporter

Anlässlich des jährlichen "International Coastal Cleanup Day" organisierte der BUND zusammen mit dem Umweltbildungsprojekt UNDINE am 28. September 2013 eine Strandmüll-Sammelaktion und lud alle engagierten NaturschützerInnen und Interessierte ein, den Strand von Neustadt bis zum Brodauer Steilufer von Müll zu befreien und somit einen aktiven Beitrag zum Meeresschutz zu leisten. Knapp 60 Freiwillige machten sich bei schönstem Spätsommerwetter auf zu ihren zugeteilten Strandabschnitten und sammelten fleißig alles ein, was nicht in die Natur gehört. Zahlenmäßig am häufigsten fanden sich Zigarettenstummel, Süßigkeiten-Verpackungen, Glasscherben, Flaschen und ihre Deckel – Einträge, die also eindeutig Strandbesuchern zugerechnet werden können. Aber auch ein Fischernetz war dabei, das von Seeseite angeschwemmt worden ist, sowie ein Sonnenschirm... Als Gast konnten wir auch den diesjährigen Gewinner des GreenTec Awards Günther Bonin mit KollegInnen und seinem müllfischenden „Seehamster“ begrüßen. Seine Ausbeute an der Wasseroberfläche fiel äußerst dürftig aus, was allerdings ein gutes Zeichen für den geringen Verschmutzungszustand in der Neustädter Bucht war. Insgesamt konnten am Strand sechs Müllsäcke gefüllt werden - ein voller Erfolg für unsere Ostseeküste!

1. Oktober 2013

Taucher kartieren den Flachwasserbereich vorm Umwelthaus

Martina Stapf und Anke Hofmeister vom Umwelthaus, Bürgervorsteher Sönke Sela sowie Andreas Czerniak, Marcus Hano und Katharina Hoefs von der TaMOs-Gruppe Foto: Der Reporter

Im Rahmen des deutsch-dänischen Umweltbildungsprojekts UNDINE sollen bis Sommer 2015  verschiedene Initiativen entlang der Ostseeküste der Fehmarnbelt-Region ergriffen werden, um Arten und Lebensräume sicht- und erlebbar zu machen und somit langfristig den Schutzgedanken für die Ostsee fördern.

Eine dieser Initiativen ist die Erstellung von Informationstafeln in Strandnähe, auf denen Strandbesucher entdecken können, was direkt vor ihrer Nase unter der Wasseroberfläche verborgen liegt. Neben Wissenswertem zu Arten und Lebensräumen soll auf diesen Tafeln unter anderem auch ein detaillierter Eindruck von Tiefe und Beschaffenheit des Meeresgrundes zu sehen sein. Grundvoraussetzung dafür ist eine Meeresboden-Kartierung, die langfristig für Monitoring-Zwecke auch von wissenschaftlichem Nutzen sein wird. Sie wird für UNDINE ehrenamtlich von der Tauchermonitoring-Gruppe der Ostsee (TaMOs) im Tauchsport-Landesverband Schleswig-Holstein durchgeführt. Während der Tauchgänge findet per Tauchcomputer und GPS-Gerät an der Wasseroberfläche eine Vermessung des Meeresbodens statt; hinzu kommen die Beobachtungen der Taucher von den vor Ort vorkommenden Artengemeinschaften; Schritt für Schritt entsteht so ein genaues Bild von der Unterwasserwelt am Tauchplatz.

Während die erste von zwei Kartierungsaktionen bereits Mitte August an der Kammer in Scharbeutz stattfand, wurde die zweite am 28. und 29. September 2013 vor dem BUND-Umwelthaus Neustädter Bucht durchgeführt. Insgesamt 15 Taucher aus Deutschland, den Niederlanden und Dänemark gingen hier jeweils vier Male ins bis zu 8 Meter flache und 13 Grad kalte Wasser und kamen nach durchschnittlich einer Stunde mit den Beobachtungen und Daten zurück. Die Aktion fand viel Anklang bei sowohl Tauchern als auch Organisatoren. Regional wurde sie von der Deutschen Marine in Neustadt unterstützt; sie stellte großzügiger Weise zusätzliche Taucher sowie einen Atemluft-Kompressor zur Verfügung. Mehr Informationen zu den fertig gestellten Karten werden auf der UNDINE-Homepage abrufbar sein.

Mehr Fotos und Text zur Aktion finden sich hier.

31. August 2013

Küstenschutz-Ausstellungseröffnung "Sturmflut – Wat geiht mi dat an?"

Martina Stapf, Anke Hofmeister, Wolfgang Jensen und Dr. Tordis Batscheider mit SH-Teppich Foto: Der Reporter

Am vergangenen Freitag wurde die Ausstellung "Sturmflut – Wat geiht mi dat an?" im Umwelthaus Neustädter Bucht offiziell eröffnet. Bevor Wolfgang Jensen vom Landesbetrieb für Küstenschutz eine Einführung in das Thema Küstenschutz gab, stellten Anke Hofmeister vom BUND und Neustadts Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider heraus, wie wichtig es ist, Bürger jeden Alters für dieses Thema zu sensibilisieren, da sich aufgrund von Klimawandel und Wetterumschwüngen selbst die normalerweise eher ruhige Ostsee in ein wütendes Meer verwandeln kann. Zahlreiche Kommunalpolitiker, Touristiker, Naturschützer und auch Lehrkräfte kamen, um sich über die Ausstellung und das Thema Küstenschutz zu informieren. Sie tauschten sich im Anschluss auch über die Hochwasserschutz-Situation in Neustadt aus, wo ein Deich oder eine ähnliche Anlage vorerst nicht umgesetzt wurde.

An Hörstationen, in Filmen und reichlich bebilderten Textbeiträgen werden in der "Sturmflut"-Ausstellung Informationen über das Entstehen von Sturmfluten, die Entwicklung und Bedeutung des Küstenschutzes sowie über den Klimawandel und seine Konsequenzen gegeben. Außerdem erfahren die Besucher, wie man sich im Notfall ganz konkret selbst helfen kann. Dank der teilweise interaktiven Stationen ist die Ausstellung auch für Kinder gut geeignet, und besonders Schulklassen sollen sich mit der Ausstellung angesprochen fühlen.

Die Ausstellung ist im Rahmen des durch die Europäische Union geförderten Projektes "SafeCoast" entstanden und kann im Umwelthaus noch bis zum 30. September montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 19 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr besucht werden.

Den Artikel im Reporter gibt es hier nachzulesen.

21. August 2013

Internationale Ostsee-Entdecker: Besuch aus China, Dänemark und Schweden

Teilnehmer des internationalen Umwelthaus-Programms

Zum wiederholten Male kam die große Welt in die kleine Stadt am Meer und bedachte auch das BUND-Umwelthaus Neustädter Bucht mit einem Besuch: Am 12. und 13. August nahmen Neustädter Schüler des Küstengymnasiums zusammen mit ihren Gastschülern aus China, Dänemark und Schweden an einem Ostsee-Entdecker-Programm teil und erlebten hautnah, wie frisch das Wasser, wie gallertig die Ohrenqualle und wie agil die Felsengarnele der Ostsee ist.

„Die Strände zuhause in Hongkong sind voller Müll, aber das Wasser dort ist viel wärmer als hier!“ war die einhellige Meinung der jungen Besucher aus Ostasien. Die Gastschüler aus Nordschweden hingegen staunten über die Unterwasservielfalt in der Lübecker Bucht, die es aufgrund des geringeren Salzgehalts in ihrer Heimat so nicht gab; Seesterne zum Beispiel fehlten dort gänzlich. Die insgesamt rund 60 Schüler und Lehrer wurden von der Meeresbiologin des Umwelthauses in die Besonderheiten des Ökosystems Ostsee eingeführt, anschließend mit Eimer und Kescher ausgestattet und dazu angeleitet, wie die besten Fänge im Flachwasser gelingen. Eine genauere Betrachtung der gekescherten Tiere und Pflanzen erfolgte dann im Aquarium sowie unter dem Stereomikroskop, wo die Schönheit unserer einheimischen Unterwasserwelt besonders deutlich wurde. Zum Abschluss wurde jedoch auch noch spielerisch auf die Umweltprobleme der Ostsee eingegangen, wobei sich die jungen Menschen als Raumplaner beweisen konnten und die verschiedenen Interessen der Ostsee-Nutzer in Einklang bringen sollten – keine leichte Aufgabe!

17. Juli 2013

Mit den "Ostseekids 2013" aktiv durch die Urlaubszeit

Marke Eigenbau: Ein duftendes Weiden-Tipi entsteht auf dem Umwelthaus-Gelände.

Das Umwelthaus weitet sein Angebot aus: Im Rahmen der "Ostseekids 2013" – dreimal pro Woche stattfindenden Naturerlebnis-Veranstaltungen – können die auf den nahegelegenen Campingplätzen lebenden Kinder aktiv die natürliche Umwelt an ihrem Urlaubsort kennen lernen. Angeleitet von unserem Umweltpädagogen Erik Fockel probieren sich die 11- bis 15-jährigen Kinder und Jugendlichen beim Schnitzen, Keschern, Mikroskopieren, Weidenzweig-Zeltbauen und -Flechten aus, begeben sich aber auch auf GPS-Rallies. Zu entdecken gibt es Tiere und Pflanzen und ihre vielfältigen Lebensräume. Aber auch die Vielfalt an Steinen und ihre Herkunft wird genauer unter die Lupe genommen. "Ostseekids 2013" wird Camper-Kids gratis und jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags von 15:15 bis 18:15 Uhr angeboten. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Arbeitskreises Camping des Stadtmarketings Neustadt, dem Neustädter Umwelthaus, der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht sowie den Campingplätzen Neustadt-Pelzerhaken-Rettin.

11. Juli 2013

BNE-Rezertifizierung: Umwelthaus bleibt Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit

Hanna Fohrmann, Martina Stapf, Robert Habeck, Gyde und Vollrath Wiese (Haus der Natur in Cismar) bei der Rezertifizierung in Norderstedt

Umweltminister Dr. Robert Habeck hat am 14. Juni zehn engagierte "Bildungspartner" mit Zertifikaten ausgezeichnet. Diese außerschulischen Einrichtungen und Anbieter arbeiten gemeinsam mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) daran, die Themen der nachhaltigen Entwicklung – Klimawandel, Ernährung, biologische Vielfalt – verstärkt in den Blick zu rücken.

„Alle ausgezeichneten Bildungspartner vermitteln nicht nur Wissen über Zusammenhänge und Inhalte aus der Ökologie, sondern sie stellen auch deren Bezug zur Wirtschaft und zu sozialpolitischen Themenfeldern her“, sagte der Umweltminister und hob hervor, ohne das Erkennen dieser Verbindungen und Zusammenhänge seien Lösungen für komplexe Probleme – zum Beispiel den Klimawandel – nicht zu finden.

Habeck übergab die Zertifikate auch im Namen von Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud "Wara" Wende, die andere Terminverpflichtungen hatte, aber zur Zertifizierung der Bildungspartner hervorhob, es sei sehr wichtig, dass die Lernorte und Bildungsanbieter ihre Angebote so spannend gestalteten, dass sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Spaß machten und zum Weiterdenken und Selbst-handeln einlüden: "Wir haben solche Partner, und die werden heute zu Recht ausgezeichnet."

Neben dem Umwelthaus wurden neun weitere Bildungseinrichtungen zertifiziert:

  • das Haus der Natur in Cismar;
  • die Jugendherberge in Tönning mit ihrem Umweltstudienplatz Nordseeküste;
  • die International Wadden Sea School (IWSS) mit ihrer Zweigstelle in Husum;
  • das NABU-Wasservogelreservat Wallnau;
  • de Büsumer Wattenlöpers Spreu & Spreu;
  • die Schleswig-Holsteinische Landesforsten AöR mit dem ErlebnisWald Trappenkamp;
  • das Haus der Natur des Verein Jordsand e.V. (zum 3. Mal).

Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)" haben sich die Staaten der UN verpflichtet, das Bildungs-Konzept für die nachhaltige Entwicklung zu stärken. Kindergärten, Schulen, berufliche Ausbildungsbetriebe, Universitäten, Forschungsinstitute und außerschulische Weiterbildungseinrichtungen machen mit. Das Zertifizierungssystem für "BNE-Bildungspartner" – das sind die Bildungseinrichtungen und Bildungszentren für Nachhaltigkeit – wird seit 2004 gemeinsam vom schleswig-holsteinischen Umweltministerium, dem Bildungsministerium, Vertreterinnen und Vertretern der umwelt- und entwicklungspolitischen Bildung und weiteren Verbänden und Institutionen getragen. Mit den heutigen Auszeichnungen gibt es aktuell 42 Zertifizierte.

"Wir sind Vorbild für die anderen norddeutschen Länder und wurden von der deutschen UNESCO-Kommission 2012 als "Dekade-Maßnahme" ausgezeichnet", betonte Habeck.



Was lebt denn da?

Aktuelles Artenporträt des BUND-Arbeitskreises Meer und Küste: der Strandhafer.

Umwelthaus-Flyer

Hier gibt's unseren Flyer zum Herunterladen!

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